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„Und Nietzsche weinte“ ist ein wundervoller Roman aus dem Wien an der Schwelle zum 20. Jahrhundert. In dem Buch geht es um eine fiktive Begegnung zwischen dem Philosophen Friedrich Nietzsche und dem Mitbegründer der Psychoanalyse Josef Breuer im Wien des Jahres 1882.
Im Hintergrund zieht Femme fatale Lou Salomé die Fäden und ein junger Arzt namens Sigmund Freud berät seinen älteren Kollegen Breuer. Nietzsche leidet an Migräneanfällen – in Wirklichkeit aber an seiner gescheiterten Liebe zu Lou. Und Breuer hat eine Schwärmerei zu einer jungen Patientin entwickelt. Ihr Pakt: Nietzsche und Breuer „behandeln“ sich gegenseitig, der eine mit seiner Philosophie, der andere mit einer neu entwickelten „Gesprächstherapie“.
Alle Details dieses Romans sind historisch – mit Ausnahme der Tatsache, dass sich Nietzsche und Breuer nie begegnet sind. Breuer sollte später – 1895 – gemeinsam mit Freud seine „Studien zur Hysterie“ veröffentlichen – jenes Buch, das als erster Text der Psychoanalyse gilt. Und Nietzsche schrieb an seinem bekanntesten Werk: „Also sprach Zarathustra“, das 1883–1885 erschien.
Dieses Jahr gibt es dazu ein besonderes Service: In Kooperation mit der Online-Gebärdensprachbibliothek SignLibrary werden umfassende Hintergrundvideos zum Buch sowie verschiedene Schlüsselkapitel in Gebärdensprache zu „lesen“ sein: ab 12.11.2009 – 13.00 Uhr unter www.signlibrary.eu. ![]()